Mikl-Leitner: Familienbeihilfe NEU bringt 207 Millionen Euro zusätzlich für Familien

Wöginger: Die Familienbeihilfe wird vereinfacht - die Qualität der Kinderbetreuung gesteigert und an die Bedürfnisse der Familien angepasst

"Die Familienbeihilfe wurde in den vergangenen Jahrzehnten laufend weiterentwickelt, ist aber damit immer komplizierter und unübersichtlicher geworden. Der heutige Ministerratsbeschluss ist daher eine wichtige Weichenstellung, um die, von Familienminister Reinhold Mitterlehner ausgearbeitete Reform der Familienleistungen zur Umsetzung zu bringen. Österreichs Familien sollen mit dem neuen Fördermodell künftig noch besser, einfacher und transparenter unterstützt werden. Jede Familie soll genau wissen, was ihr zusteht und was sie sich an Familienbeihilfe erwarten kann", so ÖAAB-Bundesobfrau Johanna Mikl-Leitner. 


ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger fügt hinzu: "Kern des Modells ist eine höhere Familienbeihilfe, die in drei Stufen inklusive des Kinderabsetzbetrages ausbezahlt wird: Bis zu einem Kindesalter von neun Jahren liegt die Unterstützung bei 180 Euro pro Monat, von zehn bis 18 Jahren bei 200 Euro pro Monat und ab 19 Jahren bei 220 Euro pro Monat. Bei zwei Kindern soll der Zuschlag zur Familienbeihilfe laut Modell bei 7,5 Euro pro Kind und Monat liegen, bei drei Kindern sind es 25 Euro, bei vier oder mehr Kindern sind es 60 Euro pro Kind und Monat. Durch diese Vereinfachung der Familienbeihilfe gibt es, im Gegensatz zu anderen Modellen, keine Verlierer, sondern es erhalten vor allem Jungfamilien, Mehrkindfamilien und Familien mit älteren bzw. studierenden Kindern deutlich mehr Geld als jetzt." 


Zwei Beispiele: Eine Familie mit zwei Kleinkindern (1 und 3 Jahre alt) erhält aktuell jährlich Familienbeihilfe inklusive Kinderabsetzbetrag von 4.084,80 Euro und würde durch das neue Modell 4.500 Euro erhalten - also ein Plus von 415,20 Euro. 
Eine Familie mit drei Kindern im Alter von 17, 20 und 22 Jahren erhält aktuell an Familienbeihilfe inklusive Kinderabsetzbetrag 8.151,60 Euro pro Jahr, das neue Modell würde ein Plus von 428,40 Euro bedeuten, da die Familie zukünftig 8.580 Euro erhalten würde. 

100 Millionen pro Jahr für Kinderbetreuungsangebote 


"Kinderbetreuung ist längst nicht mehr nur Betreuung, sondern ebenso Bildung, welche die wichtigste Ressource für die Zukunft unseres Landes ist. Deshalb wird der Bund den für die Kinderbetreuung zuständigen Ländern in den kommenden vier Jahren jährlich 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen", so Mikl-Leitner. 
"Damit wird der österreichweite Ausbau der Kinderbetreuungsplätze sowohl qualitativ als auch quantitativ an die Bedürfnisse der Familien angepasst, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Auch gemeindeübergreifende Kindergärten werden besonders gefördert und sollen vor allem im Sommer die Betreuungsnachfrage decken", so Mikl-Leitner abschließend.